Kurzbeschreibung des Modellversuchs (PDF, 69 KB)
Abschlussbericht des Modellversuchs (PDF, 115 KB)
Musikschulen als Kooperationspartner für Kindergärten und Grundschulen (PDF, 48 KB)
Zwischen Oktober 2007 und Juli 2009 führte der Landesverband der Musikschulen zusammen mit jeweils 17 Musikschulen und Kindergärten den Modellversuch „Singen – Bewegen – Sprechen unter fachlicher Anleitung im Kindergarten“ durch. Auftraggeber dieses bundesweit einmaligen Modellversuchs war die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg, eine Unterstiftung der Baden-Württemberg-Stiftung (vormals Landesstiftung Baden-Württemberg). Der Modellversuch war Teil des Programms „Musisch-ästhetische Modellprojekte in Kindergärten und anderen Tageseinrichtungen für Kinder" der Stiftung Kinderland. Nähere Informationen zu dem Programm finden Sie auf der Homepage der Stiftung Kinderland (s. Links).
Der Modellversuch zielte darauf ab, systematisch zu untersuchen, wie aktives Musizieren den Entwicklungsprozess von Kindern bis zur Einschulung positiv beeinflussen kann, und empirisch zu dokumentieren, in welchem beträchtlichem Umfang die Schulfähigkeit der Kinder durch eine qualifizierte Musikerziehung auf Grundlage einer fundierten, maßgeschneiderten musikpädagogischen Konzeption sowie in Kooperation von Kindergarten und Musikschule gefördert und gestärkt werden kann. Dies sollte auf der Basis kindergartenspezifischer Themen durch die Vermittlung musikalischer Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten erreicht werden.

Konzipiert, fachlich begleitet und geleitet wurde der Modellversuch von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Leiterinnen und Leitern sowie aus Lehrkräften an öffentlichen Musikschulen in Baden-Württemberg mit fundierter Ausbildung, umfassenden theoretischen Kenntnissen und vor allem auch langjährigen Praxiserfahrungen im Bereich der Elementaren Musikpädagogik und Musikalischen Früherziehung / Rhythmik. Die Leitung der Arbeitsgruppe wie auch des Modellversuchs lag in den Händen von Dr. Norbert Dietrich, Leiter der Musikschule Rheinfelden / Baden und Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Landesverbandes der Musikschulen Baden-Württembergs.
Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe waren:
Zahlreiche jüngere Studien und Forschungsprojekte sind
übereinstimmend zu der Erkenntnis gelangt, dass bei Kindern die
Lernpotenziale schon wesentlich früher ausgeprägt und formbar sind,
als bisher angenommen. Mit Hilfe des Einsatzes altersgemäßer
Methoden kann die vorhandene Lernbereitschaft zu einer besseren und
intensiveren Vorbereitung auf die Grundschule genutzt werden. Zu
diesem Zweck sind bundesweit entsprechende Bildungs- bzw.
Orientierungspläne erstellt worden, so auch in Baden-Württemberg.
Des Weiteren weiß man inzwischen, dass aktive musikalische
Betätigung diesen Entwicklungsprozess weitaus mehr fördern kann, als
man dies aufgrund der Nebenrolle, die die Musik etwa im Fächerkanon
an Schulen spielt, vermuten würde. Dies gilt nicht bloß für den
Spracherwerb, für die motorischen Fähigkeiten oder für das
Sozialverhalten. Altersgerechtes aktives Musizieren hat schon beim
Kleinkind und erst Recht beim Vorschulkind einen starken positiven
Einfluss auf den emotionalen Bereich, auf die Ausbildung der
Denkfähigkeit und nicht zuletzt auch auf die
Persönlichkeitsentwicklung insgesamt.
Die öffentlichen Musikschulen haben eine mehr als 40-jährige
Erfahrung im Bereich der Elementaren Musikpädagogik und
entsprechende Konzepte, die für die vorschulische Bildungsarbeit
herangezogen und daraufhin ausgerichtet werden können. Indem sie
diese Arbeit mit ausgebildeten Fachlehrkräften leisten, verfügen die
Musikschulen zudem über die hierfür nötige professionelle
pädagogisch-didaktische Kompetenz für eine Bildungsarbeit, deren
Ziel eine Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung, die Förderung der
sprachlichen und motorischen Kompetenzen und im Ergebnis eine
Förderung der Schulfähigkeit ist.