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214 Musikschulen in
Baden-Württemberg

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Lehrkräfte

Die freie Mitarbeit an Musikschulen

Die freie Mitarbeit an Musikschulen

Rahmenbedingungen und Risiken im Lichte der aktuellen Rechtsprechung

Kursinhalt

Für den Verband deutscher Musikschulen und den Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs sind sozialversicherungspflichtig beschäftigte Lehrkräfte bekanntlich ein zentrales Qualitätsmerkmal einer öffentlichen Musikschule und wesentliche Voraussetzung, dass diese ihren Bildungsauftrag optimal erfüllen kann. Dessen ungeachtet sind an zahlreichen Musikschulen – aus unterschiedlichen, vor allem jedoch aus finanziellen Gründen – zugleich auch Freelancer als Honorarkräfte tätig.
Unter dem Aspekt des flexiblen und kostengünstigen Personaleinsatzes bietet die Zusammenarbeit mit freien Mitarbeiter*innen für Leitungen und Träger von Musikschulen sicherlich manche Vorteile. Unübersehbar sind jedoch zugleich die gravierenden Schwächen und erheblichen rechtlichen Risiken, die sich für Musikschulen durch die Einbindung von „Freelancern“ in ihre Bildungsarbeit ergeben. Über der Tätigkeit von Honorarkräften an Musikschulen schwebt u.a. immer das Damoklesschwert der Statusfeststellung als Scheinselbständigkeit –  mit den sich daraus ergebenden finanziellen und rechtlichen Konsequenzen. Dies zeigt die höherinstanzliche Rechtsprechung der Arbeits- und Sozialgerichte der vergangenen Jahre. Das jüngste Urteil des Bundessozialgerichtes in einem Streitfall der Deutschen Rentenversicherung und dem Träger einer Musikschule in der Region Stuttgart hat die hohen Risiken noch einmal nachdrücklich aufgezeigt.
Wer hochqualifizierte Solo-Selbständige in der Musikschularbeit einsetzt, muss sehr akribisch darauf achten, dass er dessen selbständige Tätigkeiten von denen der eigenen Lehrkräfte abgrenzt. Dies gilt für die Zusammenarbeit mit Honorarkräften im betrieblichen Alltag, aber vor allem auch für die Vertragsgestaltung zwischen Musikschule und Freelancer.
Die Fortbildung erläutert vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung, welche Risiken in welcher Qualität bei dem Engagement von Freiberuflern in die Musikschularbeit bestehen, welche Möglichkeiten der Vertragsgestaltung bei der Zusammenarbeit mit ihnen es gibt und was rechtlich zu beachten ist.
Zu den Themen der Fortbildung gehören konkret:

  • Einordnung/Erläuterung der unterschiedlichen Vertragsverhältnisse (Dienst- und Werkvertrag, Leiharbeit und Personalgestellung, Arbeitsnehmerüberlassung)
  • Abgrenzung von Freelancern zu angestellten Lehrkräften (geeignete Abgrenzungskriterien, Scheinselbständigkeit erkennen, Folgen erwiesener Scheinselbständigkeit)
  • Vermeidung von Fehlern bei der Vertragsgestaltung
  • Statusfeststellungsverfahren
  • Beteiligungsrechte des Betriebs- und Personalrats

Zielgruppen

  • Führungskräfte an Musikschulen

Kursleitung

  • RA Dr. Christian Klostermann-Schneider
    selbstständiger Rechtsanwalt in Passau mit den Tätigkeitsschwerpunkten Arbeits- und Datenschutzrecht, freiberuflicher Autor, Trainer bei der PIW Training & Beratung GmbH

Termin

  • |  – Uhr

Anmeldeschluss

Veranstaltungsort

Online-Seminar

Kursgebühr

90,00 € für Führungskräfte an VdM-Musikschulen in Baden-Württemberg
120,00 € für weitere Teilnehmer*innen

Teilnehmerzahl

16

Kontakt

Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs
Herdweg 14
70174 Stuttgart
Telefon: 0711 21851-12
E-Mail: fortbildungen@musikschulen-bw.de

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